Qi Gong

„Selbstheilung für Ihren Körper“

Qi Gong (Chikung) ist chinesische Heilgymnastik. Spezielle Bewegungsabläufe (Energie- Übungen) sind auf innere Organe abgestimmt und durch spezifische und richtige Atmung werden diese Organe und Körperteile zur Selbstheilung angeregt und regenerieren sich. Die Qi Gong – Übungen stärken das „Qi“ (die Lebensenergie) und gleichen Disalancen in unserem Körper aus. U.a. werden dadurch Ihre Sehnen, Bänder und Muskeln wieder gelockert und geschmeidig. Ihr Körper wird gezielt aufgebaut, so dass sich Verspannungen lösen und Beschwerden gemindert werden. Sie versorgen ihre Organe wieder besser mit Sauerstoff und Blut. So können Sie selbst Krankheiten bzw. Schmerzen mit gezielten Übungen ohne Geräte und Medikamente in den Griff bekommen. Zwei Beispiele dafür sind Herzschmerzen, die u.a. durch falsch liegenden Wirbel und Rückenschmerzen, die durch Beckenschiefstand verursacht werden können. 
Viele Krankheiten sind auch psychosomatischer Natur! Durch gezielte Übungen werden Körper & Geist wieder in Einklang gebracht.

„Geschichte des Qi Gong“

Qi Gong als Vorläufer des Tai Chi.
Um 220-265 v. Chr. entwickelte der Ara Hua Tuo das „Spiel der Fünf Tiere“. 
Dieses Qi Gong gilt als ältester Vorläufer des Tai Chi. 
Seine Übungen, die Tierarten nachempfunden waren und alle Gelenke, Sehnen und Muskeln des Körpers trainieren, sollten die Gesundheit erhalten und ein langes Leben ermöglichen. 
Im 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelte Daruma (Ta Mo) im Shaolin-Kloster die 18 Lohan-Qi Gong-Übungen, um die Gesundheit der buddhistischen Mönche zu stärken. 
Diese Übungen des Qi Gong werden als Vorläufer der "Äußeren Schule" (Wei Chia) angesehen. Im Gegensatz dazu gibt es die "Innere Schule" (Nei Chia), zu der Tai Chi gehört. Qi Gong bedeutet "Energie-Training". Ursprung des Qi Gong ist die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)), Akupunktur, Akupressur. 
Die TCM wird in China oft ergänzend zu westlicher Medizin eingesetzt. 
Qi Gong-Übungen bildeten ursprünglich die Basis der chinesischen Medizin. 
Sie sind sogar älter als die Akupunktur.

Qi Gong und Gesundheit

Man sagt: "Die Zeit, die Du Dir nicht für Deine Gesundheit nimmst. nimmt sich die Krankheit".
Qi Gong (wörtlich: Energiearbeit) hat zum Ziel, durch beständige Übung die Kontrolle über den inneren Fluss der Lebensenergie zu erlangen und den Willen zu stärken. Gemeinsam ist allen Qi Gong-Richtungen, dass sie Atmung mit Körperhaltung und Bewusstsein harmonisch verknüpfen. Schwerpunkt sind Wiederholungen einer einzigen Übung, wie beim Schönschriftüben, bei dem viele Male nur ein einziger Buchstabe geschrieben wird. Qi Gong ist dadurch ,,bausteinhafter“ und schlichter als Tai Chi. Die Mehrzahl der unterschiedlichen Stile des Qi Gong basieren auf dem Taoismus, dem Buddhismus, der Philosophie des Yin und Yang und der Traditionellen Chinesischen Medizin. 
Das Ziel ist die Stärkung der Lebenskraft, der Qi-Energie und damit die Stärkung der Immunabwehr, die Stärkung der Selbstheilungskräfte sowie die innere Balance. 

Jeder Mensch ist zwar mit Qi geboren und jeder hat das Potenzial, diese Kraft vielfach zu nutzen, doch muss man das Nutzen erst mit geeigneten Methoden erlernen. 
Es ist wie bei anderen Sportarten auch – etwa dem Schwimmen: Man kann zwar von Natur aus schwimmen, doch kann man darauf aufbauend mit einem Lehrer und einem Programm viel mehr erreichen. 
So kann man, wenn man Qi Gong erlernt hat und aktiv praktiziert, dieses vielfältig für Gesundheit, Meditation, Kampfkunst und Sport nutzen. Seit mehr als 5000 Jahren haben taoistische und buddhistische Weise Qi Gong-Stile für ganzheitliche Gesundheit genutzt. Ähnlich wie Yoga oder Tai Chi verbinden diese sanft fließenden meditativen Atemübungen Körper, Geist und Seele zu einer Einheit. Mit der Zeit haben sich eine Vielzahl wissenschaftlicher Nachweise der positiven Wirkungen auf Gesundheit, Wellness und Lebensqualität ergeben. 
Dadurch ist Qi Gong zu einem wichtigen Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin geworden. 
Die Traditionelle Chinesische Medizin spricht dem Qi Gong bei praktisch jeder Krankheit positive Wirkung zu - so z.B. bei Nervenerkrankungen, Krebs, Asthma, Bluterkrankungen, Rheuma, Migräne, Tinnitus und Diabetes. 
In chinesischen Kliniken wird Qi Gong auch nach Operationen eingesetzt. Hervorzuheben sind die Erfolge bei chronischen Krankheiten, bei denen die westliche Medizin nicht helfen konnte.
Belegt wurden die Wirkungen des Qi Gong durch Studien, die u.a. in 12 größeren Universitäten der USA, darunter Harvard, Columbia, Stanford und Johns Hopkins durchgeführt wurden.

Qigong und verwandte Künste

Qigong verträgt sich gut mit östlicher Meditation wie Zazen (Zen), Yoga, Tai Chi Chuan (Tai Ji Quan) und asiatischer Kampfkunst (agua Shinyi, Aikido, Karate, Judo, Taekwondo). Auch mit westlichen Entspannungsmethoden wie Autogenem Training, Feldenkrais, Pilates und progressiver Muskelentspannung ist es gut kombinierbar.